Tagung in Bamberg

 

Die deutsche Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren tagte erstmals in Bamberg - auch Schwelms Ehrenobernachtwächter Christian M. Fasel war mit dabei.


Die Gilde, die 2004 mit elf Leuten gegründet wurde, ist inzwischen auf über 200 Mitglieder angewachsen. Nun hatte Ekkehard Arnetzl, Nachtwächter in Bamberg, in die Weltkulturerbestadt zur jährlichen Hauptversammlung eingeladen. Über 50 Nachtwächter, Türmer und gewandete Figurengestalten aus ganz Deutschland und Österreich trafen sich in der historischen Altstadt. So unterschiedlich ihre Gewandungen auch waren - neben klassischen Nachtwächtern fanden sich auch Ritter, Marktfrauen und ein Süntelgeist unter den Teilnehmern - eines eint sie alle: die Begeisterung als Stadtführer, bzw. Symbolfigur unterwegs zu sein und die Mitgliedschaft in der Gilde.

Drei Tage wurde in Bamberg getagt:

 

Auf dem Programm standen eine Dom- und Dombergführung und ein Nachtwächterrundgang am Freitag.

Der Samstagvormittag stand dann im Zeichen der Jahreshauptversammlung, in der Gildemeister Heinz Wellmann (Nachtwächter zu Rees) einstimmig im Amt bestätigt wurde.

Mittags gab es eine Vorstellung der angereisten Teilnehmer am Neptunbrunnen - der hier "Gabelmann" genannt wird - für die Öffentlichkeit. Hier wurden kleine Anekdoten erzählt und die Vorzüge der Heimatstädte hervorgehoben.

Am Nachmittag hielt Ekkehard Arnetzl einen Vortrag über die Nachtwächterei in Bamberg anhand von Schrift- und Bildquellen. Im Anschluss wurden verschiedene Varianten der aktiven Nachtwächterei präsentiert und diskutiert.

Das gemütliche Beisammensein mit Erfahrungsaustausch am Abend rundete den Tag ab.

Am Sonntag konnte man zwischen katholischem und evangelischem Gottesdienst und dem Besuch der Ausstellung mit Führung zum Barock "Prunk, Pracht und Puder" wählen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen verabschiedeten sich alle und traten die Heimreise an.

Engelbert-Kinder auf Entdecker-Tour durch die Heimatstadt

Im Herbst 2014 machte die Klasse 4b der Grundschule Engelbertstraße einen "Historischen Stadtrundgang". Die Schülerinnen und Schüler waren total begeistert, zumal der Schwelmer Ehrenobernachtwächter Christian Fasel in historischer Uniform die Klasse führte.

Zuerst wurde am Stadtmodell in der Städtischen Sparkasse die Lage der Stadt Schwelm im Jahre um 1722 mit der Stadtmauer und den Stadttoren sowie den wichtigsten Verkehrswegen erläutert. Die interessantesten und wesentlichen Punkte wurden vom Vorsitzenden des Vorstandes Lothar Feldmann und Anne Peter erklärt.

Dann ging es durch die Brauereigasse. Hier konnte man die alte Stadtmauer anfassen. Am ehemaligen jüdischen Friedhof vorbei führte der Weg zur Alten Sparkasse. Der Erker, ein Schwelmer Symbol und das Stadtwappen wurden erläutert.

Vom Grütertor am Märkischen Platz ging es in die Nostalgiezone zum Kaal-und-Krischan-Brunnen. Interessant war hier zu hören, dass der Blaukittel mit Cordhose und Holzschuhen Vorläufer der heutigen Arbeitskleidung "Blaumann" war. Weiter ging es durch das Apothekergäßchen zum Altmarkt. Hier musste geschätzt werden, ob einer der Kirchtürme der Christuskirche höher ist als der andere.

Die Ausführungen zur ehemaligen Kornmühle mit den halbkreisförmigen Schleifspuren des Mühlrades an der Kölner Straße und die Mühlbachgasse, durch den der Wildeborn geflossen ist, waren für die Schulkinder äußerst interessant.

 

 

Spannend wurde es bei der Schwelmer & Sozialen. Hier wurde in Bild und Ton das Wohnen in Schwelm vor 125 Jahren dargestellt. Nach der Erfrischungspause erzählte der Vorstandsvorsitzende der Schwelmer & Sozialen, Berndt Erlenkötter, interessante Details über die damaligen Wohnverhältnisse. So waren alle überrascht, dass in den Gründungsjahren der Wohnungsgenossenschaft das Wasser nicht aus dem Hahn, sondern aus einem Brunnen, der außerhalb der Wohnungen lag, geschöpft werden musste.

Vom Mühlenteich, an den Stolpersteinen vorbei, ging es bis zur Kirchstraße. Die verschiedenen Schieferornamente an den Giebeln wurden alle entdeckt. Der Wasserträgerbrunnen und der historische Beruf des Wasserträgers wurden ausführlich beschrieben. Der Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge wurde in Augenschein genommen. Überrascht waren die Schüler, dass sie ganz nebenbei ein kleines Stück auf dem Jakobsweg gepilgert sind. Dann ging es zum Bürgerplatz. Hier endete der historische Stadtrundgang.

Zur vollen Stunde, egal wo die Schüler gerade waren, wurde ins Horn geblasen. Hierbei haben die Kinder kräftig geholfen und das Nachtwächterlied:

"Hört Ihr Leut' und lasst Euch sagen:
Uns're Glock' hat ... geschlagen"

gesungen.

Später wurde im Sachunterricht der Stadtrundgang anhand von historischen und aktuellen Fotos von Schwelm aufgearbeitet. Die Geschichte, das Wohnen und das Leben sowie die städtebaulichen Aspekte wurden ausführlich erklärt und Fragen beantwortet. Ein Themenschwerpunkt war die Zerstörung der Innenstadt im 2. Weltkrieg durch Bombenangriffe und die Situation der Juden in Schwelm. Weiterhin wurden Sprichwörter und Redewendungen (z. B. Torschlusspanik, steinreich), die heute eine ganz andere Bedeutung haben als im Mittelalter, besprochen.

Schwelmer Obernachtwächter auf der JHV der Gilde in Rüthen

 

Auf Einladung des Rüthener Haarmännchens Theodor Fromme traf sich am vergangenen Wochenende die "Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren" zu Ihrer Jahreshauptversammlung in Rüthen.

 

 

Man traf sich am neuen Rathaus und startete zu einem ersten kurzen Stadtrundgang. Der Abend diente dem Erfahrungsaustausch und der Begegnung der Mitglieder. In familiärer Atmosphäre wurden Freundschaften vertieft und neue geschlossen.

 

Am Samstag fand die eigentliche Versammlung im alten Rüthener Rathaus statt zu der Gildemeister Heinz Wellmann aus Rees die anwesenden Mitglieder begrüßte.

Ebenfalls Grußworte sprach die stellvertretene Landrätin Irmgard Soldat, die stellvertretene Bürgermeisterin von Lippstadt Annette Bergschneider in Begleitung von Graf Bernhard (Bernhard Bartscher), die stellvertretene Soester Bürgermeisterin Christiane Mackensen die von der Bördekönigin (Annika Riedinger) und dem Jägerken von Soest (Dennis Bröcking) begleitet wurde, sowie Brilons stellvertretener Bürgermeister Ludger Boddiker mit der Briloner Waldfee (Marie-Christin Schmelter).

Nach den Ehrengästen begrüßte nun auch der Hausherr, Rüthens Bürgermeister Peter Weiken, die anwesenden Nachtwächter, Türmer und Figuren. In seiner Ansprache nahm er Bezug zur Vielfalt der Gewandungen und das es nicht ausreicht nur in ein solches Gewand zu schlüpfen, sondern das die Rolle die dort verkörpert wird auch glaubhaft und identisch gelebt werden muss. Hierzu gehöre großes Engagement, Freude, Ausdauer und viel Herzblut. Als Botschafter, Marketing- und Symbolfiguren der einzelnen Kommunen seien wir die Repräsentanten welche die regionalen Besonderheiten authentisch auch für andere Erfahrbar machen.

 

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Bläserensemble Weissblech.

 

Ein gemeinsamer Stadtrundgang mit den Rüthener Bürgern schloss sich am späten Nachmittag bei leider verregnetem Wetter an. Hier stellten sich alle Nachtwächter, Türmer und Figuren auf ihre eigene Art und Weise vor, gaben kurze Geschichten zum besten und luden zum Besuch ihrer Heimatgemeinden ein.

 

Der Sonntagvormittag stand im Zeichen des gemeinsamen Kirchgangs. Die katholische Messe stand unter dem Leitwort "Menschenwachen kann nichts nützen, Gott muss wachen, Gott muss schützen" und wurde von den Gildemitgliedern mitgestaltet.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen endete dann die gut organisierte Veranstaltung.

Schwelmer Obernachtwächter in Meppen

Am vergangenen Samstag war Christian M. Fasel in seiner Funktion als Schwelmer Obernachtwächter zu Gast in der Kreisstadt Meppen.


Eine illustre Gästeschar traf sich dort auf Einladung der drei Meppener Nachtwächter, Ingrid von Trechten, Elke Büßemacker und Dieter Engelke. Anlass war die regionale Frühjahrstagung der nordwestdeutschen Gruppe der "Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren".

Nach der Ankunft in Meppen wurde die Gruppe durch Bürgermeister Jan Erik Bohling im Ratssaal empfangen. Er verwies auf die Geschichte Meppens und hob die Tätigkeit der heutigen Nachtwächter für die Stadt hervor. "Für uns und unsere Stadt sind unsere Nachtwächter ganz wichtig. Sie machen die Geschichte lebendig und schildern auch die Gegenwart und Zukunft".

Gildemeister Heinz Wellmann, (Nachtwächter zu Rees) und auch Regionalsprecher Theo Fromme, (Rüthener Haarmännchen) begrüßten die angereisten Mitglieder ebenfalls und bedankten sich für die Einladung nach Meppen. Im Anschluss konnten sich die Anwesenden bei einem gemeinsamen Frühstück stärken.


Es folgte das gemeinsame Gruppenfoto auf der Rathaustreppe. Hier spielten dann auch die Jagdhornbläser und kündigten damit den Stadtrundgang der Gruppe in ihren historischen Gewändern an. Auf dem Weg durch die Innenstadt zum Kolpinghaus stellten sich die Mitglieder und ihre jeweilige Stadt auf humorvolle Art und Weise abwechslungsreich vor.


Nach dem gemeinsamen Mittagessen besichtigte die Gruppe noch die Gymnasialkirche und erfuhr einiges über deren Geschichte und Bedeutung.


Auf der internen eigentlichen Tagung ging es dann um die Vorbereitung auf die JHV in Bad Münder, organisatorische Dinge und weitere Terminabsprachen. Kaffee und Kuchen beendeten dann die gelungene Veranstaltung und Die Teilnehmer traten die Heimreise an.

 

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